Horst Wittrin verstorben

Heute müssen wir eine traurige Nachricht übermitteln: Unser früherer Vorstandskollege Horst Wittrin ist in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag, 9. Oktober, im Alter von 83 Jahren verstorben.

Mehrere Jahrzehnte gehörte er dem Vorstand unseres Vereins an, hat als Schriftführer die Vorstandsarbeit protokolliert und den Schriftwechsel mit externen Partnern übernommen. Für viele von uns war er zusammen mit dem langjährigen Vorsitzenden Herbert Rupp derjenige, der das Tun und Handeln unserer Vorgänger beschrieben und begründet hat. Beide waren quasi „die Brücke“ zu den Gründern unseres Vereins.

Beispielhaft für solch wichtige Hinweise sei die von uns angedachte Subventionierung von Haushaltshilfen genannt. Mit dieser Idee war schon ein Vorstand Anfang der 2000er-Jahre gescheitert, der Verein damit fast in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Und dennoch hatten gerade diejenigen Personen, die man eigentlich hatte unterstützen wollen, nicht davon profitiert, weil sie den Eigenanteil für die Haushaltshilfe nicht hatten aufbringen können. Vor der Wiederholung dieses Fehlers haben uns unsere Senioren bewahrt.

Auch in vielen anderen Fragen konnte er seine Erfahrung und Kontakte immer wieder einbringen. Ob aus seiner Zeit als Prokurist im Röchling- bzw. späteren Saarstahl-Konzern oder als Vorsitzender des Verwaltungsrates einer Ersatzkrankenkasse, er hatte in unseren Diskussionen immer wieder Hilfreiches beizutragen. Im November letzten Jahres, also im Alter von 82 Jahren, ist er auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden: „Es reicht jetzt.“, war seine Begründung. Sein Rat wird uns künftig fehlen.

Über die so beschriebene Unterstützung hinaus war uns Horst Wittrin ein geschätzter Kollege und guter Freund geworden, hilfsbereit und zuverlässig. Er konnte hart diskutieren und argumentieren, über soziale Fragen wie über Politik allgemein. Er vertrat seine Meinung, ohne verletzend geworden zu sein. Und: Er akzeptierte auch, wenn sein Gegenüber sich nicht hat überzeugen lassen. Nur wer glaubte, ihm „ein X für ein U“ vormachen zu können, der lief Gefahr, einen eindeutigen und unmissverständlichen Kommentar zu hören. Auch diese Eigenschaft haben wir an ihm geschätzt.

Wir werden Horst Wittrin ein ehrendes Gedenken bewahren.

Seiner Frau und den Familienangehörigen gilt unser herzliches Beileid.

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